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Rendair
Apps24. Dez. 20257 Min. Lesezeit

Die 6 besten Google-Drive-Alternativen für Architekten und Designer

Probleme mit CAD-Dateien in Google Drive? Hier sind die 6 besten Alternativen für Architekten.

TThe Rendair teamOffen kommuniziert, aus Produktsicht
Stilisierte Illustration mit schwebenden Cloud-, Ordner-, Schloss- und Synchronisieren-Symbolen vor dunklem, wellenförmigem Hintergrund.

Die meisten Architekturbüros starten mit Google Drive. Es ist kostenlos, vertraut und für Dokumente bestens geeignet. Doch wenn die Projekte wachsen, zeigen sich die Grenzen. Eine 500 MB große Photoshop-Datei braucht ewig zum Synchronisieren. Ein zentrales Revit-Modell wird beschädigt, weil zwei Personen es gleichzeitig öffnen wollten. Kunden können .dwg- oder .exr-Dateien nicht auf dem Smartphone ansehen.

Dieser Leitfaden stellt die besten Alternativen für Designprofis vor, denen gewöhnlicher Cloud-Speicher nicht mehr ausreicht. Im Fokus stehen Tools, die auch mit großen CAD- und BIM-Dateien sowie hochauflösenden Visualisierungen zurechtkommen.

Schneller Vergleich

Plattform

Am besten geeignet für

Preismodell

Größter Vorteil

Dropbox

Aktive Designdateien

Monatlich pro Nutzer

Synchronisierung auf Blockebene, schnellste Aktualisierungen

Autodesk Docs

BIM- und Revit-Workflows

Pro Nutzer

Native Revit-Integration

LucidLink

Videos und große Renderings

Monatlich pro TB

Dateien streamen, ohne sie herunterzuladen

pCloud

Projekte archivieren

Einmalzahlung

Einmal zahlen, sicher speichern

WeTransfer

Übergabe an Kunden

Kostenlos / monatlich

Kunden brauchen kein Konto

Rendair AI

Visualisierungen verwalten

Monatlich / Credits

Ersetzt den Ordner für „Versionen“

Was ist Google Drive?

Google Drive ist ein Cloud-Speicher für allgemeine Zwecke, der vor allem für Office-Dokumente und einfache Zusammenarbeit entwickelt wurde. Beim gemeinsamen Bearbeiten von Texten und Tabellen in Echtzeit (Google Docs und Sheets) ist der Dienst stark. Große Designdateien behandelt er dagegen wie unveränderliche Datenblöcke. Architekten fehlt dabei die technische Grundlage für effiziente Delta-Synchronisierung: Statt nur die geänderten Dateiteile zu übertragen, werden große Teile der Datei erneut synchronisiert. Das führt beim Speichern großer 3D-Modelle zu langen Wartezeiten.

Screenshot der Google-Drive-Startseite mit der Überschrift „Dateien online speichern und teilen“ und Anmelde-Buttons.

So findest du die passende Google-Drive-Alternative

Such nicht nach einem Tool, das in allem besser ist als Google. Wähle lieber eines, das deinen konkreten Engpass löst.

  • Synchronisierung: Wenn dein Team 20 Minuten auf den Upload einer Datei wartet, brauchst du eine Synchronisierung auf Blockebene, wie bei Dropbox.
  • BIM-konforme Zusammenarbeit: Wenn du die ISO 19650 einhalten oder Revit-Modelle koordinieren musst, brauchst du eine gemeinsame Datenumgebung (CDE) wie Autodesk Docs.
  • Visueller Zugriff: Wenn du Renderings ohne Download ansehen möchtest, brauchst du ein DAM (Digital Asset Management) oder ein Laufwerk mit Streaming-Funktion wie LucidLink.
  • Kosten: Wenn du monatlich für abgeschlossene Projekte zahlst, brauchst du einen günstigen Speicher für selten genutzte Daten, zum Beispiel pCloud.

Die besten Google-Drive-Alternativen

Screenshot der Dropbox-Startseite mit dem Titel „Finde alles. Schütze alles.“ und einem Porträt

1. Dropbox

Was Dropbox kann: Der Branchenstandard, um aktive Kreativdateien über mehrere Computer hinweg zu synchronisieren.

Wichtige Funktionen:

  • Synchronisierung auf Blockebene: Es werden nur geänderte Dateiteile hochgeladen, nicht die gesamte Datei.
  • LAN-Synchronisierung: Synchronisiert Dateien direkt zwischen Computern im selben Büro, ohne den Umweg über die Cloud.
  • Smart Sync: Zeigt alle Dateien auf deinem Desktop an, ohne Speicherplatz auf der Festplatte zu belegen, bis du sie öffnest.

Vorteile:

  • Bei großen PSD-, INDD- und CAD-Dateien deutlich schneller als Google Drive.
  • Die Dateisperre verhindert, dass zwei Architekten dieselbe Datei versehentlich überschreiben.
  • Der Versionsverlauf ist ausgezeichnet und Dateien lassen sich einfach wiederherstellen.

Nachteile:

  • Pro Terabyte teurer als Google Drive.
  • Die Dateien werden in Ordnern organisiert, visuelle Tags fehlen.

Was Nutzer sagen:

Designer halten Dropbox durchweg für die zuverlässigste Lösung für Dateien in Arbeit. Im Vergleich zu anderen Synchronisierungsdiensten werden Daten nur selten beschädigt.

Preise: Business-Tarife gibt es ab etwa $15/Nutzer/Monat.

Ideal für: Kleine bis mittelgroße Designbüros, die aktive CAD- und Adobe-Dateien gemeinsam nutzen.

Screenshot der Autodesk-Docs-Webseite mit Dokumentenverwaltung für Architektur, Ingenieur- und Bauwesen sowie Preiskarten ($45/$70).

2. Autodesk Docs (früher BIM 360)

Was Autodesk Docs kann: Eine Common Data Environment (CDE), die speziell für die Bau- und Planungsbranche entwickelt wurde, um Bauprojektinformationen zu verwalten.

Wichtige Funktionen:

  • Revit Cloud Worksharing: Mehrere Architekten können gleichzeitig am selben Revit-Modell arbeiten.
  • 2D-/3D-Viewer: Öffnet Revit-, AutoCAD- und Navisworks-Dateien direkt im Browser, ohne zusätzliche Software.
  • Issue-Tracking: Kommentare und Markierungen lassen sich direkt auf den Planblättern platzieren.

Vorteile:

  • Die einzige echte Lösung für die Zusammenarbeit in Revit in Echtzeit.
  • Strenge Rechteverwaltung, zum Beispiel können Nachunternehmer Pläne ansehen, aber nicht bearbeiten.
  • Sorgt über den gesamten Projektverlauf hinweg für eine zentrale, verlässliche Datenquelle.

Nachteile:

  • Teuer im Vergleich zu allgemeinen Speicherlösungen.
  • Für Mitarbeitende ohne technischen Hintergrund ist die Einarbeitung anspruchsvoll.

Was Nutzer sagen:

Bei großen BIM-Projekten sehen Büros Autodesk Docs trotz der höheren Kosten eher als Notwendigkeit denn als Option.

Preise: Teil der Autodesk Construction Cloud, üblicherweise ab etwa $900/Jahr/Nutzer.

Ideal für: Architekturbüros, die mit Revit arbeiten und sich mit Fachplanern abstimmen.

Screenshot der LucidLink-Landingpage mit der Überschrift „Überall sofort zusammenarbeiten“ und einem grünen Button für die Testversion

3. LucidLink

Was LucidLink kann: Ein cloudbasiertes Dateisystem, das Daten bei Bedarf streamt. So kannst du auch riesige Dateien bearbeiten, ohne sie herunterzuladen.

Wichtige Funktionen:

  • Zugriff per Streaming: Dateien wirken, als lägen sie lokal. Die Daten werden beim Öffnen gestreamt, ähnlich wie bei Netflix.
  • Anheften: Lege bestimmte aktive Dateien auf deiner SSD ab, damit du sofort darauf zugreifen kannst.
  • Globale Dateisperren: Arbeite über Kontinente hinweg, als wären alle mit demselben lokalen Server verbunden.

Vorteile:

  • Keine Wartezeit beim Download: Selbst eine 10-GB-Datei lässt sich sofort öffnen.
  • Ideal für Videoschnitt und aufwendige Rendering-Workflows.
  • Macht einen lokalen NAS-Server im Büro überflüssig.

Nachteile:

  • Damit alles reibungslos funktioniert, brauchst du eine schnelle und stabile Internetverbindung.
  • Bei manchen individuellen Setups richten sich die Kosten nach dem Speicherplatz und dem ausgehenden Datenverkehr (Bandbreite).

Das sagen Nutzer:

Teams aus der Videoproduktion und Visualisierung berichten, dass sich ihr Workflow grundlegend verändert hat, weil die Fortschrittsanzeige „Wird heruntergeladen …“ ganz wegfällt.

Preis: Ab etwa $20/TB/Monat.

Ideal für: Visualisierungsteams und Studios, die mit großen Videodateien oder Punktwolkendaten arbeiten.

Screenshot der PCloud-Website mit der Überschrift „Deine Daten. Deine Regeln.“ und schwebenden Dateisymbolen.

4. pCloud

Das bietet der Dienst: Sicherer, verschlüsselter Cloud-Speicher mit einem besonderen „Lifetime“-Preismodell.

Wichtige Funktionen:

  • Lifetime-Tarife: Einmal für 2TB oder 10TB zahlen und dauerhaft nutzen.
  • Verschlüsselung auf Client-Seite: Der optionale Ordner „Crypto“ stellt sicher, dass nicht einmal pCloud deine Dateien einsehen kann.
  • Mediaplayer: Integrierte Audio- und Videoplayer zum Durchsehen deiner Bibliothek.

Vorteile:

  • Lohnt sich besonders langfristig, um abgeschlossene Projekte zu archivieren.
  • Das virtuelle Laufwerk wird wie ein USB-Stick auf deinem Computer eingebunden.
  • Beim Upload gibt es keine Beschränkung der Dateigröße.

Nachteile:

  • Die Funktionen für die Zusammenarbeit sind weniger umfangreich als bei Dropbox oder Google.
  • Weniger Anbindungen an Design-Apps von Drittanbietern.

Das sagen Nutzer:

Freelancer und selbstständige Architekten schätzen pCloud, um ältere Projekte ohne laufende Monatskosten zu archivieren.

Preis: Einmalzahlung (z. B. ca. $400 für 2TB auf Lebenszeit).

Ideal für: Die Archivierung abgeschlossener Projekte und selbstständige Architekten.

Screenshot der WePresent-Webseite mit einer zentralen Illustration leuchtender Figuren und einem Fenster zur Dateiübertragung.

5. WeTransfer / MASV

Das bieten die Dienste: Spezialisierte Lösungen, um große Dateien an Kunden zu senden, statt sie zu speichern.

Wichtige Funktionen:

  • Download ohne Anmeldung: Kunden erhalten einen Link und können die Datei herunterladen, ganz ohne Konto.
  • Portale (MASV): Eine Seite mit deinem Branding, über die Bauunternehmer Dateien an dich übermitteln können.
  • Optimierte Übertragung: MASV ist darauf ausgelegt, die verfügbare Bandbreite voll auszunutzen.

Vorteile:

  • Kein Ärger mehr mit „Der Kunde kommt nicht an den Google-Drive-Ordner“.
  • Dein interner Speicher bleibt frei von Dateien, die du an Kunden auslieferst.
  • Eine Bestätigung per E-Mail informiert dich, sobald der Kunde die Datei heruntergeladen hat.

Nachteile:

  • Dateien laufen nach einer bestimmten Zeit ab, bei kostenlosen Tarifen meist nach 7 Tagen.
  • Keine Speicherlösung, sondern ausschließlich für den Dateitransfer gedacht.

Was Nutzer sagen:

Profis nutzen das, um sich den Ärger mit Freigabeberechtigungen für Google-Drive-Ordner mit externen Kunden zu ersparen.

Preise: WeTransfer bietet einen kostenlosen Tarif. Bei MASV zahlst du nach Verbrauch ($0.25/GB).

Am besten geeignet für: Finale Renderings und Plansätze an Kunden senden.

Screenshot der dunklen Rendair-Web-App mit der zentralen Frage „Wobei kann ich dir helfen?“ und drei Karten.

6. Rendair AI

Das bietet es: Ein spezialisierter Arbeitsbereich, um Visualisierungen zu erstellen, zu bearbeiten und zu verwalten.

Wichtige Funktionen:

  • Generierung direkt integriert: Erstelle Renderings, skaliere sie hoch und bearbeite sie dort, wo du sie auch speicherst.
  • Organisation nach Projekt: Alle Versionen einer bestimmten Ansicht bleiben in einer Zeitleiste gebündelt.
  • Sofortige Bildbearbeitung: Für schnelle Anpassungen musst du nichts in Photoshop hoch- und wieder herunterladen. Die Werkzeuge sind direkt integriert.

Vorteile:

  • Weniger „Test“-Renderings auf der Festplatte sammeln.
  • Der gesamte Visualisierungsprozess läuft zentral in der Cloud.
  • Alte Entwürfe lassen sich leicht wieder aufrufen und sofort in neuen Varianten umsetzen.

Nachteile:

  • Nicht für die Speicherung von CAD- und BIM-Dateien oder allgemeinen Dokumenten gedacht.
  • Konzentriert sich ausschließlich auf die visuelle Seite des Projekts.

Was Nutzer sagen:

Designer schätzen, dass sie ihre Hauptfestplatte nicht mit Dutzenden verworfenen Versionen vollstopfen müssen. So bleiben nur die gelungenen Visualisierungen übrig.

Preise: Wahlweise mit Credits oder im Abo.

Am besten geeignet für: Die Visualisierungs- und Renderingphase eines Projekts verwalten.

Die passende Lösung für deinen Workflow finden

Nicht jedes Tool passt zu jedem Projekt. Entscheidend sind die Engpässe, die dich im Alltag tatsächlich ausbremsen:

  • Geschwindigkeit oder Qualität: Wenn du 4K-Videos oder riesige Punktwolken bearbeiten musst, streamt nur LucidLink die Daten zuverlässig.
  • Teamgröße: Für Einzelpersonen lohnt sich bei pCloud der Lifetime-Tarif. Große Teams profitieren von den Admin-Steuerungen in Dropbox.
  • Technische Vorkenntnisse: Für Autodesk Docs ist eine Einarbeitung nötig, bei anspruchsvoller BIM-Koordination ist es jedoch unverzichtbar.
  • Das Budget im Blick: Rechne auch die Kosten verlorener Arbeitszeit mit ein. Wenn dir ein Tool für $15 im Monat 2 Stunden Wartezeit beim Upload erspart, hat es sich schon am ersten Tag bezahlt gemacht.

Beginne mit einem Tool, das deinen häufigsten Engpass beseitigt. Wenn es die Projekte erfordern, kannst du dein Toolkit jederzeit erweitern.

Visualisierungen einfacher im Griff

Für umfangreiche CAD- und BIM-Daten brauchst du zuverlässigen Speicher. Deine Laufwerke müssen aber nicht mit endlosen Rendering-Versionen volllaufen. Rendair AI ergänzt deinen Workflow als spezialisierter Bereich für Visualisierungen. Statt ein Rendering herunterzuladen, lokal zu bearbeiten und wieder auf Drive hochzuladen, kannst du Bilder direkt im Browser generieren, hochskalieren und verfeinern. So bleibt dein zentraler Speicher aufgeräumt und dein visueller Workflow schnell.

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